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The Otolith Group: Infinity Minus Infinity

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Manuela Moscoso: Liverpool Biennial 2021

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Jason Mohaghegh: Dreams of the Last King

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Hajra Waheed "HUM" im Portikus

Ausstellung11. Juli – 6. September 2020Portikus, Alte Brücke 2 / Maininsel, 60594 Frankfurt am Main
Hajra Waheed, Ohne Titel (2019), Edition 1/6, Radierung auf Papier, 23 x 31 cm, courtesy of the Artist, photo: Paul LitherlandHajra Waheed, Ohne Titel (2019), Edition 1/6, Radierung auf Papier, 23 x 31 cm, courtesy of the Artist, photo: Paul Litherland

In ihrer kommenden Einzelausstellung im Portikus präsentiert die in Kanada lebende Künstlerin Hajra Waheed eine ortsspezifische Iteration ihrer jüngsten Klangarbeit Hum

Als mehrkanalige Musikkomposition und Klanginstallation nutzt Hum (2020) das Medium des allgegenwärtigen und doch meist überhörten Summens als Mittel zur Erforschung radikaler Formen kollektiver und akustischer Handlungsfähigkeit. Der Titel der Arbeit, der in Urdu mit "Wir" übersetzt wird, bezieht sich auf internationale Solidaritäts-bewegungen, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts während des Prozesses der Dekolonisierung im Globalen Süden formiert haben. Durch die Notwendigkeit sich kritisch mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen und über deren Auswirkung auf unsere Zeit nachzudenken, vereint die Arbeit acht gesummte Lieder des Widerstands aus Afrika, Süd-, Zentral- und Westasien in einer Komposition. Jedem dieser gesummten Verse liegen Geschichten über den Kampf gegen staatliche Unterdrückung, Autoritarismus und die Not und Hoffnung der Arbeiterklasse, der Marginalisierten und Enteigneten zugrunde. All diese Lieder werden auch heute noch in gesellschaftlichen Protestbewegungen gesungen.

Hum (2020) wurde ursprünglich für die Lahore Biennale 02 geschaffen und im historischen Diwaan-i-Aam im Lahore Fort gezeigt. Diwaan-i-Aam wurde 1628 von Shah Jahan erbaut und nach dem Vorbild von Isfahans Chehel Sotoun, einem Auditorium mit vierzig Säulen, gestaltet. Diwaan-i-Aam war ursprünglich als ein Raum konzipiert, in dem die Öffentlichkeit ihre Beschwerden vorbringen konnte. Die Betonung unseres Rechts auf freie Meinungs-äußerung, das Summen als Medium, die Meditation, die Phänomene und die Sprache des Widerstands durchbrechen eine Krise verhärteter Differenzen, stellen Grenz-konstruktionen in Frage und verwandeln für einen Moment die Spaltungen über ethnische, religiöse, sprachliche und nationale Zugehörigkeiten in einen Aufruf zur Solidarität. 


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