Geschichte

Die Städelschule geht auf eine Stiftung des Frankfurter Bürgers Johann Friedrich Städel zurück. In seinem Testament stiftete er 1815 das Städelsche Kunstinstitut aus seiner Kunstsammlung und seinem Vermögen. Städel verordnete Unterricht "in der Baukunst und den in das Kunstfach einschlagenden Wissenschaften". Ab 1817 wurde dies in Form von Stipendien aus seinem Vermögen ermöglicht.

Testament Johann Friedrich Städel (PDF)

Junge Menschen mit Interesse an einer künstlerischen Ausbildung sollten unabhängig von Geschlecht, Religion oder sozialer Herkunft unterstützt werden. Johann Friedrich Städel beschränkte dies nicht auf den Raum Frankfurt, sondern ermöglichte auch das Studium in der Fremde, um die Studenten "zu nützlichen und brauchbaren Bürgern und Künstlern zu bilden."

Corina Meyer: "...um sich zu nützlichen und brauchbaren Bürgern und Künstlern zu bilden" Zur Entstehung der Städelschule, Essay zum 200. Jubiläum der Städelschule 2017 (PDF)

Publikationen

In der Publikation Städelschule Frankfurt am Main. Aus der Geschichte einer deutschen Kunsthochschule (1982) wurde auf Initiative des Fördervereins der Hochschule die wechselvolle Geschichte der Städelschule aufgearbeitet.

Im Jahr 1995 erschien der Katalog Die Städelschule Frankfurt am Main von 1817 bis 1995 von Hubert Salden, der sich mit der künstlerischen Historie der Städelschule beschäftigt.

Rektoren

In der jüngeren Vergangenheit prägten die Rektoren Raimer Jochims, Peter Kubelka, Kasper König, Daniel Birnbaum, Nikolaus Hirsch und Philippe Pirotte die Städelschule.

Unter der Leitung von Raimer Jochims formulierte man in den 1970er Jahren eine Satzung, die die Mitbestimmung von Professoren, Angestellten und Studierenden einräumt und die bis heute gültig ist.

Peter Kubelka führte an der Städelschule die Klasse für Film und Kochen ein. Damit begründete er eine Tradition, die noch heute in der von Studierenden betriebenen Filmküche und der Mensa der Städelschule gepflegt wird.

Kasper König war der erste Kurator, der, auf Initivative Peter Kubelkas und Thomas Bayrles, zum Schulleiter berufen wurde. König berief Christa Näher zur Professorin für Malerei. Er gründete 1987 den Portikus und installierte eine Klasse für interdisziplinäre Kunst sowie das Institut für Neue Medien mit Peter Weibel.

Daniel Birnbaum verankerte die Städelschule in den internationalen Netzwerken der zeitgenössischen Kunst. Während seiner Zeit als Rektor wurden Judith Hopf, Simon Starling und Willem de Rooij als Professoren an die Schule berufen.

Nikolaus Hirsch entwickelte nachhaltige Strategien für die Absicherung der Schule in der Zukunft. Er berief Peter Fischli und Amy Sillman an die Fakultät.

Philippe Pirotte führt diese Ansätze weiter und verankert die Schule in aktuellen, globalen Diskursen mit Blick auf die Zukunft der Studierenden. Zum Wintersemster 2017 trat Haegue Yang ihre Professur an der Städelschule an.

Abendschule, Foto: NN, 1947Abendschule, Foto: NN, 1947
Klasse Wilhelm Heise, Foto: NN, 1947Klasse Wilhelm Heise, Foto: NN, 1947
Klasse für Figürliche Komposition, Foto: NN, 1950Klasse für Figürliche Komposition, Foto: NN, 1950
Foto: NN, 1974Foto: NN, 1974
Foto: NN, 1974Foto: NN, 1974
Foto: NN, 1981/82Foto: NN, 1981/82
Foto: NN, 1982Foto: NN, 1982
Vortrag, Foto: NN, 1982Vortrag, Foto: NN, 1982
Vortrag Ernst Caramelle, Foto: NN, 1982Vortrag Ernst Caramelle, Foto: NN, 1982

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