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Frankfurter Erklärung der Vielen

Information, 1. Februar 2019 – 1. Februar 2020

Stellenausschreibung

Stellenausschreibung, 17. April – 20. Oktober 2019

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Courtesy of the artist and Galerie Imane Farès, Paris.

Alia Farid: Artist talk

Vortrag, 29. Oktober 2019, 19:00

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Wintersemester 2019/2020

Information, 14. Oktober 2019

Frida Orupabo: the mouth and the truth

Eröffnung, 27. September 2019, 19:00

Alia Farid: In Lieu of What Was

Eröffnung, 19. Juli 2019, 19:00

Thom Mayne: Dean’s Honorary Lecture

Veranstaltung, 26. Juni 2019, 19:00

Julia Haller: RAW

Vortrag, 25. Juni 2019, 19:00

Tom McCarthy: Adventures of the Black Box

Vortrag, 24. Juni 2019, 19:00

Städelschule Absolventenparty 2019

Veranstaltung, 19. Juni 2019, 23:00

Air Conditioned. Absolventenausstellung 2019

Eröffnung, 19. Juni 2019, 19:00

Gaylen Gerber

Vortrag, 5. Juni 2019, 19:00

Manuelle Gautrand: Beyond the programme

Vortrag, 4. Juni 2019, 19:00

Michael Osman: Modernism’s Visible Hand

Vortrag, 29. Mai 2019, 19:00

Anna Neimark: A Postconceptual Position

Vortrag, 27. Mai 2019, 19:00

Florian Busch: The other side of the moon

Vortrag, 21. Mai 2019, 19:00

Wolfgang Tschapeller: On Architecture

Vortrag, 9. Mai 2019, 19:00

Sandra Danicke und Kasper König

Vortrag, 7. Mai 2019, 19:00

Symposium: Breaking Glass II – The Virtual Image

Veranstaltung, 4. Mai 2019, 11:00–17:00

Dawn Kasper: The Wolf and The Head on Fire

Eröffnung, 3. Mai 2019, 19:00

Dawn Kasper

Vortrag, 2. Mai 2019, 19:00

Narratives in Boundless Space 

Eröffnung, 1. Mai 2019, 18:00

Elijah Burgher: Artist's Talk

Vortrag, 25. April 2019, 19:00

Heji Shin: Mom

Vortrag, 16. April 2019, 19:00

Götz Stockmann: Erosion of Spatial Border

Vortrag, 11. April 2019, 19:00

Rundgang Party 2019

Veranstaltung, 15. Februar 2019, 22:00

Water Cooler Talks

Veranstaltung, 15. – 16. Februar 2019

Rundgang 2019

Veranstaltung, 15. – 17. Februar 2019

Tala Madani: Oven Light

Eröffnung, 8. Februar 2019, 19:00

Michael Young: Fear of the Mediated Image

Vortrag, 6. Februar 2019, 19:00

Hernan Diaz Alonso: Literal

Vortrag, 23. Januar 2019, 19:00

Carsten Meyer

Vortrag, 17. Januar 2019, 19:00

Johannes Helberger: KLING KLANG KLONG

Vortrag, 16. Januar 2019, 19:00

Tim Griffin: Dispositions

Vortrag, 15. Januar 2019, 19:00

Frankfurter Erklärung der Vielen

Information1. Februar 2019 – 1. Februar 2020

Nach dem größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte, dem Zivilisationsbruch durch den Nationalsozialismus, und der Unterdrückung des freien Denkens durch menschenfeindliche Ideologie leben wir heute in Deutschland in einer demokratischen Gesellschaft im offenen Austausch miteinander und der Welt. Diesen offenen Geist unserer Gesellschaft gilt es zu bewahren und weiter zu entwickeln.

Orte von Kunst und Kultur, Bildung und Wissenschaft, Museen und Ateliers, Bühnen und Clubs, Räume für Darstellung und Diskussion sind offene Räume, die vielen gehören. Kunst und Kultur sind Ausdrucksformen von Vielen und von Vielem – aber unter einer Voraussetzung: dass wir in einer pluralen Gesellschaft leben.

Diese unsere demokratische und künstlerische Freiheit ist nicht ohne Widersprüche und ist niemals einfach. Aber wir verteidigen sie gegen alles, was sie bedroht: völkisch-nationalistische, fundamentalistische, populistische oder autoritäre Weltbilder. Wir verteidigen sie gegen Stimmungsmache, Ausgrenzung und Abwertung anderer Menschen, wie z.B. jede Form von Rassismus, Homo- und Transphobie, Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus oder Islamophobie, und geben solchen Positionen keinen Raum.

Wir grenzen uns ab gegen alle Versuche, Pluralismus und Vielfalt einzuschränken. Im Interesse des Gemeinwesens verpflichten wir uns zur Solidarität mit Menschen, die an den Rand gedrängt werden, wie auch dazu, anderen den Raum zu geben, sich an unseren Diskussionen und Entscheidungen zu beteiligen. Demokratie heißt, Zusammenleben immer wieder neu zu verhandeln.

Wir sind viele, jede*r Einzelne von uns. Es geht sowohl um den Zusammenhalt von allen als auch um jede*n Einzelne*n in einer Gesellschaft der vielen Möglichkeiten. In unserer Stadt kreuzen sich viele Lebenswege, unterschiedliche Interessen und Überzeugungen, soziale Lagen und Alltagserfahrungen. Frankfurt ist für uns auch die Stadt demokratischer Tradition und Toleranz, der künstlerischen Avantgarde und kritischen Theorie, des Buch- und Verlagswesens und einer diversen Stadtgesellschaft, die unser aller Zuhause ist. Zu dieser Geschichte gehören aber auch Diskriminierung und Verfolgung von Minderheiten bis hin zu den Verbrechen des Nationalsozialismus, begangen nicht zuletzt an jenen jüdischen Bürger*innen, welchen die Stadt viele ihrer Institutionen in Kultur und Bildung maßgeblich verdankt. Wir stellen uns allen Versuchen entgegen, diese historische Verantwortung zu relativieren.

Die Freiheit von Kunst, Kultur und Wissenschaft duldet keine Eingriffe. Sie schaffen einen Raum zur Veränderung der Welt. Zu dieser Veränderung wollen wir auch dadurch einen Beitrag leisten, dass unsere Angebote und Strukturen allen Menschen in unserer Stadt gleichermaßen offen stehen und gleiche Chancen und Teilhabe ermöglichen.

  • Diese Frankfurter Erklärung versteht sich als Teil der bundesweiten Aktion „Die Vielen“. Sie hat jeweils lokalen Charakter und wird über regionale Zusammenschlüsse in jeweils eigenen Erklärungen bundesweit verbreitet. Alle Unterzeichnenden sind Einrichtungen von Kunst, Kultur, Bildung und Wissenschaft aus Frankfurt und Umgebung sowie freie Kunst- und Kulturschaffende, ihre Interessenvertretungen oder Verbände. Die Liste ist offen, ihre Unterzeichnung hat den Charakter einer Selbstverpflichtung.
  • Die Unterzeichnenden wenden sich mit dieser gemeinsamen Haltung an die Öffentlichkeit und orientieren sich in ihrer Arbeit an den erklärten Prinzipien. In einem regelmäßigen Austausch stellen sie sich und ihre Arbeit der gegenseitigen Kritik und Diskussion. Sie verpflichten sich zu gegenseitiger Solidarität mit Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden, mit Wissenschaftsinstitutionen und Wissenschaftler*innen, die durch Hetze und Eingriffe in die Freiheit der Kunst, Kultur und Wissenschaft unter Druck geraten. Sie machen den Text sowohl innerhalb der eigenen Organisation wie auch öffentlich bekannt, z.B. auf Internetseiten, in Programmheften, als Aushang in Foyers oder in einer anderen geeigneten Form.
  • Als Teil der bundesweiten Aktion können die Unterzeichnenden sowie ihre Veranstaltungen und Aktivitäten auf der Homepage www.dievielen.de sichtbar gemacht werden. Umgekehrt können sich die Unterzeichnenden an bundesweiten Aktivitäten und Kampagnen beteiligen.

Informationen und Teilnahme: frankfurter.erklaerung@dievielen.de

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