Dieses Board stellt nicht die offizielle Meinung der Hochschule für Bildende Künste–Städelschule dar.Dieses Board stellt nicht die offizielle Meinung der Hochschule für Bildende Künste–Städelschule dar. Dieses Board stellt nicht die offizielle Meinung der Hochschule für Bildende Künste–Städelschule dar. 

Canning Areas

am 30.10. um 19:00 Uhr

als Teil des Themenschwerpunkts
Transform. Wege aus der Klimakrise

Mit Arbeiten von Sarah Reva Mohr, Jeronimo Voss und Franziska Wildt

Die Situation, in der wir uns befinden, ist paradox. Die „ökologische Krise“ wird breit im öffentlichen Diskurs verhandelt und die Erschütterung über das Ergebnis von 250 Jahren Kapitalismus schlägt sich in Wissenschaft, Kunst und Kultur nieder. Staat und Unternehmen befassen sich seit Jahrzehnten mit Nachhaltigkeitskonzepten, für die Wissenschaft und Technologie das Fundament bereitstellen. Und schließlich wird mit den neuen Klimabewegungen der Dringlichkeit eines Kurswechsels augenfällig Nachdruck verliehen. 

Zugleich schreitet die Zerstörung des planetaren Ökosystems ungebremst voran, und die krisenanfällige Weltökonomie kommt erst durch eine Pandemie für einen kurzen Moment zum Erliegen. Als Nebeneffekt einer weltweiten Rezession konnte der globale CO2-Ausstoß erstmals sichtbar reduziert werden. Zuvor wurden Wälder fortwährend gerodet, Autos im Durchschnitt immer größer und der Flugverkehr befand sich zweifelsohne auf seinem Höhepunkt. Währenddessen wächst die Wunschvorstellung, alternative Lebensräume zu kreieren, um der Spezies Mensch ein Überleben zu sichern. Viel Geld wird in Projekte investiert, die im Gewand der Science-Fiction versuchen, das noch Bestehende zu konservieren, abzukapseln oder zu isolieren. Doch eine globale sozial-ökologische Transformation wird so allenfalls konterminiert. 

Dieses Paradoxon bildet den Ausgangspunkt der künstlerischen Auseinandersetzung der drei Arbeiten von Sarah Reva Mohr, Jeronimo Voss und Franziska Wildt in Canning Areas. Dabei werden insbesondere die Grenzen zwischen Natur und Technik, Utopie und Dystopie sowie Exklusion und Inklusion hinterfragt und neuverhandelt. 

Konzept und Kuration: Mounira Zennia

Zur Ausstellung gibt es in den drei darauf folgenden Wochen ein Begleitprogramm bestehend aus Vorträgen von
Katharina Hoppe (Goethe-Universität Frankfurt) am 4.11., 19 Uhr,
Nilda Inkermann (I.L.A. Kollektiv) am 11.11., 19 Uhr sowie
Eva von Redecker (Humboldt-Universität zu Berlin) am 18.11., 19 Uhr.

Die Ausstellung und das Begleitprogramm finden im Rahmen des Schwerpunktes Transform. Wege aus der Klimakrise statt (Auftakt am 11.-13. September 2020 mit dem Klima-Kongress Frankfurt for Future). Im Oktober und November wird in Kooperation mit der Kinothek Asta Nielsen und dem Kino Pupille die Filmreihe Are You Listening! Filme für Klimagerechtigkeit gezeigt.

Wer an einem der Vorträge teilnehmen möchte, schreibt bitte eine Email an: mounira.zennia@offeneshausderkulturen.de

Offenes Haus der Kulturen e.V.
Mertonstraße 25
60486 Frankfurt

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