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Konferenz "Art and Subjecthood"

Konferenz

Kunst und Subjekthaftigkeit – die Wiederkehr der menschlichen Gestalt im Semiokapitalismus

Freitag, 1. Juli 2011, 15 - 21 Uhr, Städelschule, Lichthof 

Organisiert durch das Institut für Kunstkritik (Isabelle Graw, Daniel Birnbaum, Nikolaus Hirsch)

Exposé

Zahlreiche künstlerische Arbeiten beschwören gegenwärtig die menschliche Gestalt: Man denke nur an die Omnipräsenz von Schaufensterpuppen in den jüngsten Arbeiten von Künstlern wie John Miller, Heimo Zobernig, Thomas Hirschhorn oder David Lieske. Oder an das Nachleben einer minimalistischen, aber explizit anthropomorphen Formensprache, wie es sich in den Werken von Isa Genzken und Rachel Harrison zeigt.

Die Konferenz sucht nach den Gründen für diese Suggestionen von Subjekthaftigkeit im Rahmen von minimalistischen Ästhetiken, die seit der Jahrtausendwende einen neuen Schub erlebt. Sie stellt aber auch die These auf, dass wir es hierbei mit einer neuen künstlerischen Konvention zu tun haben, die äußerst fragwürdig wird, sobald man sie im Lichte von Franco Berardis Theorie des Semiokapitalismus diskutiert  Denn diese Machttechnik zielt unmittelbar auf unsere menschlichen Vermögen, welche das Kunstwerk als Quasi-Subjekt aufführt und zur Verfügung stellt. Die Konferenzteilnehmer sind dazu eingeladen, mögliche Erklärungen für die breite Akzeptanz des Anthropomorphismus zu finden. Womöglich zeichnet sich hier der zunehmend verzweifelte Wunsch ab, an dem Modell einer „agency“ der Kunst festzuhalten, an dem Glauben mithin, dass sie über Handlungs- und Wirkungsmacht verfügt?

Teilnehmer/innen:

Hal Foster, Carly Busta, Michael Sanchez, Ina Blom, Jutta Koether

Respondenten:

Stefan Deines, Stefanie Heraeus, Magdalena Nieslony, Oliver Brokel

  • 15 Uhr Welcome (Nikolaus Hirsch)
  • 15.30 Uhr Introduction Isabelle Graw "When Objecthood turns into Subjecthood"
  • 16 Uhr Hal Foster "Philosophical Toys & Psychoanalytical Travesties: Dolls, Puppets & Mannequins in the 1920s"
  • 17 Uhr Caroline Busta “Body Doubles“
  • 18 Uhr Michael Sanchez  “Behavioral: Some Thoughts on Art Under Network Capitalism“
  • 19 Uhr Ina Blom "Media Animism. Rachel Harrison's Living Images"
  • 20 Uhr Jutta Koether „Mad Garlands”

Die Konferenz ist Teil des Projekts „Art & Life“ und wurde ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Staatliche Hochschule für Bildende Künste - Städelschule
Dürerstraße 10
D-60596 Frankfurt am Main
Tel.: 0049 (0)69 60 50 08-0
Fax.: 0049 (0)69 60 50 08-66
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